Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative vom Parlament verabschiedet

Das Parlament hat am 19. März 2021 dem indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative zugestimmt. Dieser beinhaltet eine Ausbildungsoffensive, dank der die Zahl der Abschlüsse zur diplomierten Pflegefachperson HF und FH erhöht werden soll. Die Kantone werden verpflichtet, sich an den Ausbildungsbeiträgen zu beteiligen. Insgesamt stellen Bund und Kantone während 8 Jahren rund eine Milliarde Franken für die Ausbildungsoffensive zur Verfügung.

Zudem sieht der Gegenvorschlag vor, dass bestimmte Pflegeleistungen direkt, ohne ärztliche Anordnung, von den Krankenkassen bezahlt werden sollen. Zum ersten Mal wäre damit der eigenverantwortliche Bereich der Pflegefachpersonen im KVG verankert, ein wichtiger Erfolg.

Der SBK, der die Volksinitiative 2017 lanciert hatte, kritisiert jedoch, dass das Problem der vielen Berufsaussteigerinnen nicht angegangen wird. Die beschlossenen Investitionen seien nur nachhaltig, wenn die Ausgebildeten dank guter Arbeitsbedingungen im Beruf bleiben.

Das Initiativkomitee wird nach der Sommersession darüber entscheiden, ob es die Pflegeinitiative zurückzieht oder sie dem Volk zur Abstimmung unterbreitet. Da der Ständerat die Pflegeinitiative selbst erst in der Sommersession abschliessend behandeln wird, kann die Schlussabstimmung über dieses Geschäft erst Mitte Juni stattfinden.

 

 

GV 2021 der SIDB verschoben

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben wir beschlossen, die für den 13. März vorgesehene Generalversammlung der SIDB-GICID auf Samstag, 26. Juni 2021 zu verschieben.

Wir hoffen, zu diesem Zeitpunkt die Versammlung sowie den integrierten Fortbildungsvormittag im Hotel Bern in Bern  in Präsenz unserer Kolleginnen und Kollegen durchführen zu können und nicht auf eine virtuelle Lösung ausweichen zu müssen.

Unsere Mitglieder erhalten die Einladungen mit allen Unterlagen in der zweiten Hälfte April per E-Mail. Das Programm der Fortbildungstagung, die auch Nichtmitgliedern offen steht,  wird zu gegebener Zeit auf unserer Webseite (Bildung) aufgeschaltet.

Wir freuen uns, Sie am 26. Juni in Bern zu begrüssen!

 

Wir trauern um Schwester Liliane Juchli

Schwester Liliane Juchli, die grosse Pionierin für die professionelle Pflege, ist am 30. November, 87-jährig, im Haus für Pflege in Bern friedlich eingeschlafen.

Die Schweizer Pflegewelt verliert mit Schwester Liliane ein prägendes Vorbild und eine unermüdliche Kämpferin für eine professionelle und menschenwürdige Pflege, die Generationen von Pflegefachpersonen im deutschsprachigen Raum geprägt und inspiriert hat.

Sr. Liliane war Ehrenmitglied des SBK und dem Verband Zeit ihres Lebens eng verbunden. Sie setzte sich auch im hohen Alter unermüdlich für die Anliegen der Pflege und der Pflegenden ein, so auch als Mitglied im Initiativkomitee der Pflegeinitiative.

Sr. Liliane hat sich, bereits durch eine hartnäckige Infektion geschwächt, mit Covid-19 angesteckt. Den Kampf gegen dieses Virus hat sie nun nicht mehr gewinnen können.

Wir sind sehr traurig über diesen grossen Verlust.

HFP Diabetesfachberatung: wir suchen Mitglieder für Qualitätssicherungskommission

Im Rahmen des Projekts «Kompetenzprofile Pflege» der OdASanté ist vorgesehen, verschiedene Weiterbildungen in Pflege als eidgenössisch höhere Fachprüfungen HFP anzubieten, unter anderen auch die Weiterbildung Diabetesfachberatung. Damit kann man einen eidgenössisch anerkannten Abschluss auf Tertiärstufe erwerben.

Gegenwärtig werden die Strukturen für die Durchführung der Prüfung aufgebaut. Dazu gehört auch die Nominierung der Qualitätssicherungskommission (QSK).

Die QSK übernimmt vielfältige Aufgaben: sie erlässt die Wegleitung zur Prüfungsordnung, bestimmt das Prüfungsprogramm, wählt die Expertinnen und Experten, legt die Inhalte der Module und die Anforderungen der Modulprüfungen fest und sorgt für die Qualitätsentwicklung und die regelmässige Aktualisierung des Qualifikationsprofils entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes.

Die Kommissionsmitglieder werden mit einem Sitzungsgeld entschädigt

Für die QSK Diabetesfachberatung suchen wir gegenwärtig noch qualifizierte Mitglieder.

Falls Sie diese Aufgabe interessiert, wenden Sie sich bitte für weitere Informationen an  Corinne Widmer-Lüdi, ludiwidmer@bluewin.ch, oder an  Claudia Huber, claudia.huber@sidb-gicid.ch.

Besten Dank.

Diabetesberatung: Anerkennungskommission vereinfacht Verfahren

Die Anerkennungskommission Diabetesberatung des SBK hat eine Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens beschlossen. An ihrer halbjährlichen Tagung erliess die Kommission entsprechende Ausführungsbestimmungen. Ebenfalls beschlossen wurde eine Präzisierung der nötigen Anforderungen, um eine Anerkennung  zu erhalten, sowie die Anpassung der Administrativgebühren. Neu profitieren SBK-Mitglieder von günstigeren Tarifen.

Damit Diabetesberaterinnen und -berater ihre Leistungen bei der obligatorischen Krankenversicherung abrechnen können, benötigen sie zwingend die Anerkennung durch den SBK. Aus Gründen der Qualitätssicherung empfiehlt es sich aber für  alle, die in diesem Bereich tätig sind, die SBK-Anerkennung anzustreben.

Informationen unter Tel. 031 388 36 38 oder bildung@sbk-asi.ch

Strumpf-Post von Michael Elsener

Der Comedian Michael Elsener erklärt in diesem Video auf humorvolle Art den Unterschied zwischen den Forderungen der Pflegeinitiative und dem Parlamentarischen Gegenvorschlag. Dabei wird deutlich,  wie widersprüchlich die Politikerinnen und Politiker teilweise argumentieren.

-> Video schauen 

Nationalrat hält am indirekten Gegenvorschlag zu Gunsten der Pflege fest

In der Herbstsession hat der Nationalrat erneut über den indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative abgestimmt. Er will  die Verschlechterungen, die der Ständerat vorgenommen hat, nicht akzeptieren. Der Nationalrat fordert, dass die Kantone die Ausbildung von Pflegefachleuten finanziell unterstützen müssen und dass Pflegefachleute bestimmte Leistungen ohne ärztliche Anordnung abrechnen dürfen. Problematisch ist aber, dass der Nationalrat keine Änderungen vorsieht, die die Arbeitsbedingungen verbessern, und so das Personal länger im Beruf halten.
Die letzte Chance für einen akzeptablen indirekten Gegenvorschlag ist die aktuelle Differenzbereinigung zwischen National- und Ständerat. Nach der Schlussabstimmung im Parlament entscheidet das Initiativkomitee, ob die Bevölkerung über die Pflegeinitiative abstimmen wird oder nicht.

Ein Appell für die Pflege – bitte unterschreiben!

Nach dem offenen Brief des SBK am 21. April 2020 an das Parlament braucht es einen weiteren Schub von den Pflegefachpersonen und der Bevölkerung, damit im Parlament zu Gunsten der Pflegeinitiative entschieden wird. Deshalb richten wir gemeinsam einen Appell an die Politik. Bitte unterschreiben Sie hier den Appell. Und teilen Sie den Link: https://appell.sbk-asi.ch

Gratismitgliedschaft für Studierende

Ab sofort offeriert die SIDB allen Pflegenden, die eine Nachdiplomausbildung in Diabetesfachberatung absolvieren, die Gratismitgliedschaft  in ihrer Interessengruppe. Das Angebot gilt für die Zeit der Weiterbildung. Denn nicht vergessen: gemeinsam sind wir stärker!

Sind Sie interessiert?  Dann klicken Sie im Anmeldeformular einfach auf das Kästchen „Ich befinde mich in Ausbildung…“. Wir freuen uns auf Sie!

Pflegeinitiative: SBK verlangt sofortige Umsetzung der Forderungen

In einem offenen Brief  an das Parlament fordert der SBK „Taten statt Worte“. Die Covid-19-
Pandemie habe die Schwächen des Schweizer Gesundheitssystems schonungslos offengelegt und die
Pflegenden zahlten nun die Zeche für jahrelange Versäumnisse der Politik, erklärte Geschäftsführerin
Yvonne Ribi.

Die Auslandsabhängigkeit der Schweiz sei gefährlich. „Wenn unsere Nachbarstaaten ihr
Pflegepersonal, das in der Schweiz arbeitet,  für die eigene Gesundheitsversorgung beansprucht
hätten, wäre unser Land in ein Desaster gelaufen“. Der Verband macht seit Jahren darauf
aufmerksam, dass die Schweiz viel zu wenig Pflegefachpersonen ausbildet und die Ausgebildeten den
Beruf frustriert verlassen, weil die Belastung zu hoch und der Lohn und die Anerkennung zu tief sind.
Die durch zahlreiche Studien untermauerten Argumente liegen schon längst auf dem Tisch, die
Parlamentsmitglieder wissen, um was es geht.

12. Fortbildungskonferenz vom 6. September in Bern

Die ausgebuchte 12. interdisziplinäre  Fortbildungskonferenz der Schweizerischen Interessengruppe für Diabetesfachberatung SIDB und der Schweizerischen Herzstiftung ist auf ein reges Interesse gestossen. Nebst sehr interessanten Fachvorträgen zum Thema “Kardiovaskuläre Prävention und Diabetes” fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Zeit, sich über Neuigkeiten und Berufspraxen auszutauschen.

Für die Mitglieder der SIDB stehen im geschützten Mitgliederbereich (unter Fortbildung) sämtliche Powerpoint-Präsentationen der Tagung bereit.

 

GV 2019: Zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt

An der diesjährigen Generalversammlung, die am 2. März 2019 in Bern stattfand,  sind Corinne Widmer Lüdi, Diabetesfachberaterin beim Spitalzentrum Biel und diabetesbiel-bienne, sowie Maria Wilders, Diabetesfachberaterin bei diabetesaargau,  neu in den Vorstand der Interessengruppe gewählt worden.

Die beiden Frauen folgen auf Manuela Hutter und Yves Monnerat, der seit 4 Jahren das Co-Präsidium mit Claudia Huber geteilt hatte. Yves wird der SIDB  für spezifische Aufgaben weiterhin zur Verfügung stehen.

Der Vorstand heisst seine beiden Neumitglieder herzlich willkommen!